Netzwerk einrichten am Beispiel Mac OS-X
allgemeine Grundlagen zum Thema Netzwerk einrichten. Wir erklären was ein subnet ist und wie subnetting funktioniert. Es war einmal. Am Anfang war ... die ip adresse
Zur Verbindung zweier Rechner über Ethernet unter Apple OS-X:
- Grundlagen:
- Rechnertypen:
Es gibt im Netzwerk 2 Rechnertypen: - den Server (liefert Daten) - und den Client (holt Daten). (Ein Mac kann natürlich beides gleichzeitig sein.) - Netzstruktur und Verbindungskabel:
Das inzwischen fast ausschließlich verwendete Twisted Pair Ethernet geht von einer Sternstruktur aus.
In der Mitte steht ein zentraler Knoten (heißt Hub oder Switch, kann auch ein Internet-Router mit eingebautem Switch sein), von dem aus alle Geräte versorgt werden. In diesem Falle kommen Kabel zum Einsatz, deren Stecker gerade durchverbunden sind (Pin 1 auf Pin 1 ... 8 auf 8). Diese Kabel heißen Standard-Patchkabel.
Der Switch im Zentrum sorgt für die richtige Zuordnung der jeweiligen Datensender und -Empfänger.
Wenn nur zwei Rechner direkt verbunden werden sollen, benötigt man ein speziell beschaltetes Kabel, damit jeweils die Senderanschlüsse auf der einen Seite auf die dazugehörigen Empfängeranschlüsse auf der anderen Seite geleitet werden. Man spricht dann von einem Crossover-Kabel. Neuere Macs brauchen so ein Kabel nicht. Die sehen nach, was los ist, und schalten bei Bedarf einfach ihre Ports um. Das schafft sicher auch so mancher der Hartz 4 erhält. Es bleibt also günstig!
- Einstellungen an den Rechnern:
Das ist beim Mac zum Glück ganz einfach. Das System dahinter -eigentlich- auch:
Apple verwendet seit OS-X das TCP/IP-Protokoll. Hier werden Adressbereiche verwendet, die den Rechnern einen individuellen Standort im Netz zuweisen. Wichtig! Nicht durch girlys ablenken lassen. Das ist die heisse Phase!
Die Adressen bestehen aus 4 mal 2-Byte Hex-Zahlen, jeweils mit einem Punkt voneinander getrennt (e.g.: C0.A8.01.0A), die dann allerdings dezimal eingegeben werden, weil das Leben sonst zu langweilig wäre (fürs obige Beispiel: 192.168.1.10).
Das ganze wird dann mit einer Netzmaske (*subnet) verknüpft, für kleine Netze bis, ich denke, maximal 254 Teilnehmer (nicht 256: mindestens die Nummern 0 und 255 in der Adress-'Hausnummer' haben Sonderfunktionen und sollen nicht verwendet werden) lautet sie 255.255.255.0 - das bedeutet, daß die vorderen 3 Zahlen ausgesperrt sind und die letzte ist offen, dort ist das Hausnetz. Man kann das ganze vielleicht mit einer Menschenadresse vergleichen:
Land.Stadt.Straße.Hausnummer - Land, Stadt, Straße sind außen vor, die Hausnummer kann man sich aussuchen. Wenn Geräte also im gleichen Hausnetz sein sollen, müssen Land, Stadt, Straße gleich sein, damit sie tatsächlich in unmittelbarer Nachbarschaft, sozusagen in Rufweite sind, die Hausnummer wiederum muß natürlich unterschiedlich sein, damit jeder individuell ansprechbar ist.
Hausnetz und Internet - der Router.
Ein Router ist eine intelligente Kiste, die ein Hausnetz an das Internet anbinden kann. Er funktioniert so, daß er anhand der Netzmaske weiß, daß alle von einem Hausnetzteilnehmer aufgerufenen Netzwerkadressen mit den Hausnetz-Werten für Land, Stadt, Straße (ich bleibe mal bei diesem Bild), in meinem Beispiel also 192.168.1, einen Anruf im Hausnetz bedeuten und läßt die Internetverbindung ausgeschaltet.
Sobald der Wert für eine der drei vorderen Adressen aber nicht dem Hausnetz-Wert entspricht, weiß er, daß eine Leitung 'nach draußen' erwartet wird und wählt sich in das Internet ein.
Von außen (dem Internet) aus gesehen tritt nur der Router in Erscheinung, hat das Hausnetz also nur eine einzige (wiederum individuelle) Netzwerkadresse, die dem Router bei der Verbindung ins Internet vom Provider zugeteilt wird und die mit den internen Hausnetz-Adressen auch nichts zu tun hat.
Das Hausnetz erscheint im Internet also als nur ein Teilnehmer, egal wie viele Rechner sich im Hausnetz befinden. (Das hat natürlich zur Folge, daß man 'von draußen' einen individuellen Rechner im Hausnetz nicht ohne weiteres erreichen kann. Wenn es erforderlich ist, ein bestimmtes Gerät im Hausnetz individuell aus dem Internet anzusprechen, zum Beispiel einen Web- oder Mailserver oder eine Webcam, gibt es natürlich doch ein paar Möglichkeiten - aber das zu beschreiben würde hier wohl zu weit führen)
Einstellungen für Server und Client:
In einem Router gibt es in der Regel einen DHCP-Server, der dafür sorgt, daß die Nummern (ip adressen) für das Hausnetz vollautomatisch verteilt werden. Man braucht sich um nichts weiter zu kümmern, als am Mac in der Netzwerk-Systemeinstellung unter Ethernet die Option 'DHCP Server' anzuwählen. Der Rechner (oder Drucker oder Webcam oder was-auch-immer) holt sich dann beim Router seine Hausnummer und das war's.
Wenn es keinen DHCP-Server gibt, müssen die Adressen von Hand in die Netzwerk-Systemeinstellung eingetragen werden, also 'Ethernet'-Systemeinstellung auf 'Manuell' und dann meinetwegen 192.168.178.10 für den ersten Rechner, 192.168.178.11 für den nächsten und so weiter. Netzwerkmaske (s.o.) ist 255.255.255.0 .. subnet
Außerdem sollte AppleTalk für Ethernet aktiviert werden (das macht man ebenfalls in der Systemeinstellung). Zum Schluß den Knopf 'jetzt aktivieren' drücken. (bei OS-X 10.3, kann bei anderen Systemversionen anders heißen aber sinngemäß das gleiche bedeuten) Fertig! Der Client ist damit schon bereit.
Servereinstellung Netzwerkkonfiguration - Zusätzliche Einstellungen am Server:
Hier muß lediglich noch in der Systemeinstellung 'Sharing' die Option 'Personal File Sharing' angehakt werden. Beim ersten Mal kann es einen Augenblich dauern, bis der Server bereit ist, weil er alle Dateien indizieren muß. Aber mehr einstellen muß man auch hier nicht.
Die Verbindung: ip adresse zu ip adresse
Am Server braucht man jetzt nichts mehr zu tun, außer sich die Netzwerknummer (IP Adresse) und den Besitzernamen des Rechners sowie sein Gerätekennwort zu merken. Alle Aktionen gehen vom Client aus. Um sich die Serverplatte auf den Client zu holen, geht man wie folgt vor:
- Im Finder wählt man im Menü 'Gehe zu' den Punkt 'Mit Server verbinden' aus.
- In dem erscheinenden Fenster kann man nun entweder die Netzwerkadresse (z.B. 192.168.1.10 - wenn das die Nummer des Servers ist) des Servers eingeben
- und auf 'Verbinden' drücken oder man wählt 'Durchsuchen', woraufhin man ein neues Fenster erhält, worin man unter 'Netzwerk' nach kurzer Zeit den AppleTalk-Namen des Servers finden sollte.
- Dort kann man sich dann durch Doppelklick anmelden.
Der Server meldet sich und will einen Benutzernamen und ein Paßwort...
Bestenfalls sollte man sich unter dem Besitzernamen des Servers und mit dessen Paßwort anmelden, dann hat man alle Rechte am Server und muß sich nicht mit den Unix-Benutzerrechten herumplagen (- und das wäre in diesem Fall wirklich nicht sinnvoll). - nützlicherweise sollte man die Zugangsdaten im Schlüsselbund verewigen (Häkchen machen), dann weiß der Client-Rechner beim nächstem Mal Bescheid. Nach erfolgreicher Anmeldung gibt's ein neues Auswahlfenster, in dem man den 'Home'-Ordner des Serverbesitzers oder/und auch eine der dort verfügbaren Platten oder CD auswählen kann.
Die ausgewählten Objekte erscheinen dann am Client auf dem Desktop wie die eigene Platte oder eine hier eingelegte CD, allerdings mit einem Netzwerk-Symbol. Sollte das nicht der Fall sein, braucht man nur im 'Finder'-Menü unter 'Einstellungen/Allgemein/Objekte auf dem Schreibtisch anzeigen' die Option 'Aktivierte Server' anzuhaken. Wenn alles glattgegangen ist, kann man mit diesen Netzwerkobjekten dann umgehen wie mit jeder direkt angeschlossenen Platte. Fertig!
weitere Tipps zur Netzwerkkonfiguration
Es ist sinnvoll, sich von der gemounteten Serverplatte ein Alias auf dem Desktop oder im Dock zu erstellen, dann kriegt man das Ding beim nächsten Mal einfach mit einem Doppelklick (Einfachklick im Dock) auf dieses Alias zu fassen und braucht nicht den langen Weg über das 'Gehe zu' Menü zu nehmen.
Schön' Gruß.
Klaus Finke
(finkeundfreunde.de)
Wie freuen uns wenn SIE ONLINE sind!
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